IHK-Projekt „Haus der kleinen Forscher“: Erster Kindergarten im Kreis Tuttlingen ausgezeichnet
Branche: Öffentliche Verwaltung / Verbände / Vereine
Pressemitteilung von: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg
Freuen sich gemeinsam über die Auszeichung des Kindergartens Schroten als „Haus der kleinen Forscher“: Landrat und Landtagsabgeordneter Guido Wolf MdL, Pfarrer Dieter Raschko, Vorsitzender des Kinderg
Kinder für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und damit idealerweise Einfluss auf ihre spätere Berufswahl zu nehmen – das ist das Ziel des von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg in der Region koordinierten bundesweiten Projekts „Haus der kleinen Forscher“.
Fast 100 Kindergärten aus der gesamten Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind bereits daran beteiligt. Und mit dem Tuttlinger Kindergarten Schroten bekam nun auch die erste von der IHK betreute Einrichtung aus dem Kreis Tuttlingen die begehrte Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ verliehen.
Für IHK-Präsident Dieter Teufel und Landrat Guido Wolf war das Grund genug, bei der Übergabe der Urkunde durch Mirko Poltier von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin gleich selbst dabei zu sein. „Denn die Arbeit, die damit auf dem Gebiet der Fachkräftesicherung geleistet wird, ist in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen“, erklärte Teufel.
Der Fachkräftemangel sei in der Region schon jetzt deutlich spürbar und nur dadurch in den Griff zu bekommen, dass intensiv Nachwuchsarbeit geleistet wird. „Wenn es uns nicht gelingt, die Jugend stärker für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, wird sich die Situation weiter zuspitzen – mit ernsthaften Folgen für die regionale Wirtschaft“, brachte es der IHK-Präsident auf den Punkt. So schön es sich in der Region leben und urlauben ließe, sei sie doch in erster Linie eine Industrieregion, die in ganz besonderer Weise auf technisch ausgebildete Fachkräfte angewiesen ist.
Das sieht auch Landrat Guido Wolf so, der es als „eine unserer vordringlichsten Aufgaben“ bezeichnete, „das Fachkräfteangebot in der Region dauerhaft stabil zu halten.“ Hier seien nicht nur die Politiker, sondern auch die Schulen und Kindergärten gefordert. Darum sei das „Haus der kleinen Forscher“-Projekt „eine ganz großartige Sache, von der ich gerne persönlich profitiert hätte, wenn es sie zu meiner Zeit schon gegeben hätte.“
Die Glaubhaftigkeit dieser Aussage war deutlich spürbar, als Wolf und Teufel, welcher dem Landrat beipflichtete, sich anhand zweier Experimente selbst einen Eindruck verschafften, was im Rahmen des Projekts in den Kindergärten geleistet wird.
Von der Sinnhaftigkeit der Initiative sind alle Beteiligten überzeugt. So ließ Sabine Seeburger, im Kindergarten Schroten die Fachfrau für Naturwissenschaft und Technik, wissen: „Es ist faszinierend, zu sehen, wie wissbegierig und offen Kinder auf die Phänomene aus Natur und Technik reagieren. Wenn man diese Offenheit gezielt fördert und pflegt, dann bewegen sich die Kinder auch in der Schule ganz anders in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Berührungsängste kommen erst gar nicht auf. Im Gegenteil, neue Interessen entstehen – gerade auch bei Mädchen.“
Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufene Initiative, die sich die spielerische Begeisterung von drei- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen zum Ziel setzt. Vorteil für die Kindergärten: Die Versuchsmaterialien wie zum Beispiel Wasser, Spülmittel, Papier, Teelichter oder auch Filzstifte sind in fast jeder Einrichtung vorhanden, sodass kaum Mehrkosten entstehen. Die Schulung der Erzieherinnen ist kostenlos.
Für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hat die Industrie und Handelskammer den Aufbau eines lokalen Netzwerks übernommen, dem aktuell 98 Kindergärten und Kindertagesstätten angehören. Insgesamt 190 Erziehrungen haben bislang die von der IHK geleiteten „Haus der kleinen Forscher“-Workshops besucht.
Die „Haus der kleinen Forscher“-Plakette erhalten Kindergärten und Kindertagesstätten, die nachweislich naturwissenschaftlich-technische Bildung vermitteln und ihr Personal auf diesem Gebiet regelmäßig weiterqualifizieren.
Für Fragen steht Lars Uebersohn von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg unter Telefon: 07721 922-140 oder E-Mail: uebersohn@villingen-schwenningen.ihk.de gerne zur Verfügung.
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Pressereferent
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